TV-Beitrag zum Thema «umstrittene schulische Integration von Kindern mit Behinderung»

In diesem knapp 10-minütigen Beitrag (Fernsehen DRS, Rundschau, 24.01.2010) wird unter anderem die schulische Situation von zwei Mädchen mit Behinderung gezeigt: Eine Schülerin mit Down-Syndrom hat nach der Regelschule in eine Sonderschule gewechselt. Ein Mädchen mit hochgradiger Sehbehinderung besuchte früher eine Sonderschule und ist heute, auf ihren eigenen Wunsch, Schülerin einer 5. Regelklasse. Zu Wort kommen Eltern, Lehrpersonen, Schüler/innen sowie der Sonderschulleiter Riccardo Bonfranchi (medientechnisch inzwischen der «Allan Guggenbühl der Integrationskritik»).

Eigentlich ein recht guter Beitrag … es ist ja auch schwierig, in knapp zehn Minuten dieses komplexe Thema angemessen darzustellen. Positiv ist, dass anhand realer Beispiele aufgezeigt wird, dass der Förderort während der Schulzeit auch wechseln kann – und dass das nicht per se schlecht sein muss.

Was mich aber stört, sind (sinngemäss) die folgenden Botschaften:
> «Integration funktioniert dann, wenn das Kind mit Behinderung – allenfalls mit Hilfsmitteln – die volle Leistung zu bringen in der Lage ist.» (… wir sind von einem differenzierenden Unterricht mit individuellen Zielsetzungen und einer entsprechenden Leistungsbeurteilung noch weit entfernt)
> «Das Sonderpädagogische Konzept für den Kanton Zürich ist eine reine Sparübung.» (… dass im Konzept eine finanzielle Umlagerung und damit eine echte Stärkung der Regelschule vorgesehen ist, wird nicht erwähnt)

Hier kann man den rund 10-minütigen Beitrag anschauen.

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