{"id":1374,"date":"2012-10-06T12:14:33","date_gmt":"2012-10-06T11:14:33","guid":{"rendered":"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/?p=1374"},"modified":"2012-11-18T18:59:24","modified_gmt":"2012-11-18T17:59:24","slug":"ungebremster-anstieg-der-sonderschulerinnen-im-kanton-zurich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/?p=1374","title":{"rendered":"Ungebremster Anstieg der Sondersch\u00fcler\/innen im Kanton Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sosch_kt_zh_2001-2011_.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sosch_kt_zh_2001-2011_-300x150.jpg\" alt=\"\" title=\"sosch_kt_zh_2001-2011_\" width=\"300\" height=\"150\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1375\" srcset=\"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sosch_kt_zh_2001-2011_-300x150.jpg 300w, https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sosch_kt_zh_2001-2011_-1024x512.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Es braucht nicht viel Fantasie, um die weitere Entwicklung dieses S\u00e4ulendiagramms vorherzusagen (<a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/download\/anzahl_so-sch_kt_zh_2001-2011.pdf\">Download der Graphik als pdf-Datei<\/a>): Wenn keine steuernden Massnahmen ergriffen werden, wird insbesondere die \u00abIntegrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule\u00bb (ISR, im S\u00e4ulendiagramm blau) ungebremst weiter anwachsen.<\/p>\n<p>Warum dies geschieht, hat den folgenden Zusammenhang: Die sonderp\u00e4dagogischen Ressourcen im Regelschulbereich sind im Kanton Z\u00fcrich kontingentiert und k\u00f6nnen von der Gemeinde nicht ausgeweitet werden. Durch das Erteilen des Etiketts \u00abSondersch\u00fcler\u00bb\u00a0kann sich die Regelschule zus\u00e4tzliche Ressourcen verschaffen. So kommt es, dass viele Kinder und Jugendliche sozusagen aus finanztechnischen Gr\u00fcnden zu Sondersch\u00fclern werden. Das ist nicht nur unbefriedigend, sondern stossend.<\/p>\n<p>Was ist zu tun? Solange neben einem kontingentierten System (Sonderp\u00e4dagogik in der Regelschule) ein gegen oben offenes System (zus\u00e4tzliche Ressourcen durch Sonderschulstatus) besteht, wird sich nichts \u00e4ndern. Es ist aber absehbar, dass ausufernde Schulbudgets in den Gemeinden unter Druck geraten und reduziert werden m\u00fcssen. Man sollte es nicht so weit kommen lassen, weil die Gefahr besteht, die erzwungenen Reduktionen hastig, wenig reflektiert (und deshalb am falschen Ort) zu t\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Ein m\u00f6glicherweise besserer Weg k\u00f6nnte die folgenden Elemente umfassen:<br \/>\n\u2022  Es braucht eine Setzung, wie hoch der maximal gewollte Anteil an Sondersch\u00fclerinnen und Sondersch\u00fclern im Kanton sein soll. Weil die Sonderschulquote in den letzten Jahren laufend angestiegen ist, muss von einer \u00abGrauzonenklientel\u00bb\u00a0ausgegangen werden, welche in erster Linie aus Gr\u00fcnden der Ressourcengenerierung mit dem Sonderschulstatus versehen wurde. Entsprechend ist nicht zu erwarten, dass diese Regelung dazu f\u00fchrt, dass der Unterst\u00fctzungsanspruch schwerer behinderter Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Frage gestellt wird.<br \/>\n\u2022  Weil es die Schulgemeinden sind, die den Sonderschulstatus von Sch\u00fcler\/innen aussprechen, hat der Kanton keinen direkten Einfluss auf diese Entscheidungen. Indirekt k\u00f6nnte er jedoch die separativen Sonderschulpl\u00e4tze durch eine kantonale Angebotsplanung und daraus abgeleitete Leistungsvereinbarungen mit den Sonderschulinstitutionen steuern. Ein schrittweiser Abbau eines Teils der Sonderschulpl\u00e4tze w\u00e4re angesichts vermehrter integrativer Sonderschulungen nur logisch: Es braucht eine angemessene Umlagerung von Ressourcen, die heute in den Sonderschulen gebunden sind, um die Regelschule wirksam st\u00e4rken zu k\u00f6nnen.<br \/>\n\u2022  F\u00fcr die Gemeinden k\u00f6nnte der Kanton die Empfehlung einer Bandbreite ihrer Sondersch\u00fclerquote aussprechen. Es ist absehbar, dass viele Gemeinden dankbar w\u00e4ren um eine verbindliche Zielgr\u00f6sse, an der sich die Schulleitungen und die abkl\u00e4renden Dienste orientieren k\u00f6nnten. Die diagnostische Triage sollte mehr zielorientiert als defizitorientiert sein, was durch die Einf\u00fchrung des <a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/download\/2012_06_art_sav_hp_aktuell.pdf\">Standardisierten Abkl\u00e4rungsverfahrens<\/a> erleichtert w\u00fcrde.<br \/>\n\u2022  In absehbarer Zeit sollten zudem Wege gefunden werden, belastete Regelschulklassen mit zus\u00e4tzlichen Ressourcen zu unterst\u00fctzen, ohne dass dazu ein einzelnes Kind herausgepfl\u00fcckt und als Sondersch\u00fcler\/in \u00abgelabelt\u00bb werden muss. Die Sonderschulquoten-Bandbreite der Gemeinde k\u00f6nnte parallel dazu heruntergefahren werden.<\/p>\n<p>Artikel NZZ vom 6.10.2012 (<a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/download\/121006_nzz_wachstumsmarkt_sonderschulung.pdf\">pdf-Datei, 0.9 MB<\/a>)<br \/>\nAuszug aus dem Protokoll des Regierungsrats des Kantons Z\u00fcrich vom 26.9.2012 (<a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/download\/R12195.pdf\">pdf-Datei, 0.1 MB<\/a>)<br \/>\nArtikel Tages Anzeiger vom 17.11.2012 \u00abKampf gegen die Kostenexplosion in den Sonderschulen\u00bb (<a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/download\/121117_ta_zh_kostenexplosion.pdf\">pdf-Datei, 0.7 MB<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es braucht nicht viel Fantasie, um die weitere Entwicklung dieses S\u00e4ulendiagramms vorherzusagen (Download der Graphik als pdf-Datei): Wenn keine steuernden Massnahmen ergriffen werden, wird insbesondere die \u00abIntegrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule\u00bb (ISR, im S\u00e4ulendiagramm blau) ungebremst weiter anwachsen. 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