{"id":209,"date":"2010-03-30T17:08:17","date_gmt":"2010-03-30T16:08:17","guid":{"rendered":"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/?p=209"},"modified":"2010-04-12T08:44:07","modified_gmt":"2010-04-12T07:44:07","slug":"eine-schule-die-israel-neue-hoffnung-geben-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/?p=209","title":{"rendered":"Eine Schule, die Israel neue Hoffnung geben kann"},"content":{"rendered":"<p>Es war nicht das Bildungsministerium, das den Anstoss f\u00fcr die \u00abHand-in-hand\u00bb Schulen in Israel gegeben hat: Eltern j\u00fcdischer und arabischer S\u00f6hne und T\u00f6chter hatten die Idee, ihren Kindern eine gemeinsame Zukunft zu erm\u00f6glichen. Alles an dieser Schule ist bilingual und (zumindest) bikulturell, nicht nur die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler: Jede Klasse hat zwei Lehrpersonen, wobei die eine in arabischer und die andere in hebr\u00e4ischer Sprache unterrichtet. Selbst die Schulleitung ist doppelt besetzt. \u00abIch und meine Klasse\u00bb funktioniert an dieser Schule definitiv nicht mehr: Eine intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten ist unverzichtbar.<\/p>\n<p>Die Kinder treten in der Regel ohne Kenntnisse der anderen Sprache in den Vorkindergarten ein. In den ersten Tagen suchten sie gem\u00e4ss den Kinderg\u00e4rtnerinnen den Kontakt zu Gleichsprachigen und zur erwachsenen Person ihrer Sprache, aber schon nach einer Woche sei das vorbei: \u00abDann l\u00e4uft die Kommunikation und das gemeinsame Spielen irgendwie wie von selbst.\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/jungs_jerusalem.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/jungs_jerusalem-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"jungs_jerusalem\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-246\" srcset=\"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/jungs_jerusalem-300x225.jpg 300w, https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/jungs_jerusalem-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Freundschaften, so berichteten mir Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der oberen Klassen, w\u00fcrden sich in dieser Schule nach anderen Kriterien als \u00abj\u00fcdisch\u00bb oder \u00abarabisch\u00bb\u00a0bilden. Gemeinsame Interessen sowie \u00abeinfach Sympathie eben\u00bb seien wichtiger.<\/p>\n<p>Ich fragte den Schulleiter, wie der gesellschaftliche Support f\u00fcr diese Idee sei. \u00abLeider nicht sehr gut\u00bb. Das Ziel, arabischen Kindern und Jugendlichen Selbstbewusstsein und auch Leadership-Qualit\u00e4ten zu vermitteln, wird von vielen Israeli nicht als erstrebenswert erachtet. \u00abWie tief diese Problematik sitzt, kann man daran erkennen, dass etliche j\u00fcdische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf Wunsch von deren Eltern die Schule nach der 6. oder 7. Klasse verlassen: Man wolle die Jungen und M\u00e4dchen f\u00fcr den kommenden \u00abErnst des Lebens\u00bb (Absolvieren des 2-j\u00e4hrigen [w] resp. 3-j\u00e4hrigen [m] Milit\u00e4rdienstes; j\u00fcdische Heirat) klar und ohne Irritationen vorbereiten. Die Idee der Hand-in-hand Schule scheint demnach f\u00fcr Etliche nur f\u00fcr die Kindheit, nicht aber f\u00fcrs Erwachsenenalter gut zu sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.handinhand12.org\/\">Hier<\/a> sind weitere Informationen \u00fcber die \u00abHand In Hand\u00bb Schulen zu finden.<\/p>\n<p>Zum Bild: Freundschaft eines j\u00fcdischen und eines arabischen Jungen. Rechts im Hintergrund ist schwach ein Schweizerkreuz zu erkennen: Dieses Schulgeb\u00e4ude ist massgeblich von der Schweizerischen Eidgenossenschaft, verschiedenen Kantonen und Schweizer Firmen finanziert worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war nicht das Bildungsministerium, das den Anstoss f\u00fcr die \u00abHand-in-hand\u00bb Schulen in Israel gegeben hat: Eltern j\u00fcdischer und arabischer S\u00f6hne und T\u00f6chter hatten die Idee, ihren Kindern eine gemeinsame Zukunft zu erm\u00f6glichen. 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