{"id":392,"date":"2010-06-12T11:22:20","date_gmt":"2010-06-12T10:22:20","guid":{"rendered":"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/?p=392"},"modified":"2010-06-18T13:41:04","modified_gmt":"2010-06-18T12:41:04","slug":"ein-schuler-mit-down-syndrom-in-einer-vierten-regelklasse-%e2%80%93-kann-das-gut-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/?p=392","title":{"rendered":"Ein Sch\u00fcler mit Down-Syndrom in einer vierten Regelklasse \u2013 kann das gut gehen?"},"content":{"rendered":"<p>Die Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung in den Kindergarten ist in der Schweiz bereits relativ h\u00e4ufig anzutreffen. Oft erfolgt ein Wechsel in eine heilp\u00e4dagogische Schule vor dem Eintritt in die Primarschule oder im Laufe der ersten drei Primarschulklassen. Das kann im Einzelfall eine sinnvolle und stimmige L\u00f6sung sein \u2013 es gibt aber auch gute Beispiele einer weiterf\u00fchrenden Integration, mit der alle Beteiligten zufrieden sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/malen2.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/malen2-300x150.jpg\" alt=\"\" title=\"malen2\" width=\"300\" height=\"150\" class=\"alignleft size-medium wp-image-405\" srcset=\"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/malen2-300x150.jpg 300w, https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/malen2.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>In einem kleinen Dorf im B\u00fcndner Oberland besucht ein Junge mit Down-Syndrom die vierte Klasse. Wenn man den Klassenlehrer, die Heilp\u00e4dagogin, die Eltern und die koordinierende Fachperson des Sonderp\u00e4dagogischen Kompetenzzentrums nach den Erfolgsfaktoren fragt, erh\u00e4lt man die folgenden Antworten:<\/p>\n<p>&#8211; Die Integration wurde sorgf\u00e4ltig vorbereitet. Nicht nur die Schule und die Schulbeh\u00f6rde, auch die Eltern s\u00e4mtlicher Kindergarten- und Primarschulkinder wurden fr\u00fchzeitig und offen informiert. So konnten Fragen, \u00c4ngste und Bedenken, \u00c4ngste zur Sprache gebracht und offen diskutiert werden.<\/p>\n<p>&#8211; Das gesamte Schulteam hat \u00abJa\u00bb zur Integration gesagt, nicht nur die zun\u00e4chst betroffene Lehrperson.  Es war von Anfang an allen bewusst, dass bei Lehrerwechseln, durch den Fachunterricht und bei klassen\u00fcbergreifenden Aktivit\u00e4ten s\u00e4mtliche Lehrpersonen mit den integrierten Kindern zu tun haben. Auch die Schulbeh\u00f6rde stand und steht voll hinter dieser Entscheidung und st\u00e4rkt auf diese Weise den Lehrpersonen den R\u00fccken.<\/p>\n<p>&#8211; Durch die Integration eines zweiten Kindes mit Sonderschulbedarf (2. Primarklasse) steht die Heilp\u00e4dagogin insgesamt 18 Wochenlektionen zur Verf\u00fcgung. Dank einer flexiblen Handhabung des Stundenplans f\u00fcr diese Kinder \u2013 sie werden \u00fcberwiegend integriert in ihrer eigenen Klasse, teilweise gemeinsam in der Klasse eines der beiden Kinder, teilweise auch allein oder zu zweit separat gef\u00f6rdert \u2013 ist es m\u00f6glich, sehr viele Lektionen mit heilp\u00e4dagogischer Unterst\u00fctzung zu versehen.<\/p>\n<p>&#8211; Die Klassenlehrperson denkt bei der Unterrichtsvorbereitung bewusst mit, in welchen Phasen das Kind mit geistiger Behinderung vollst\u00e4ndig gemeinsam mit der Klasse, in welchen themengleich-niveaudifferenziert und in welchen parallel mit separatem Stoffprogramm lernen soll. Die Heilp\u00e4dagogin richtet ihre Unterst\u00fctzung flexibel danach aus. Die gr\u00f6sstm\u00f6gliche Teilnahme am gemeinsamen Unterricht hat immer h\u00f6chste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>&#8211; F\u00fcr das Stoffprogramm in denjenigen F\u00e4chern, in denen individuelle Lernziele gelten, ist die Heilp\u00e4dagogin zust\u00e4ndig. Davon ist die Klassenlehrperson konsequent entlastet.<\/p>\n<p>&#8211; F\u00fcr die Eltern des Jungen ist zentral, nicht nur an ihr eigenes Kind, sondern an die ganze Schule zu denken. Es ist ihnen wichtig, dass alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, aber auch die Lehrpersonen zu ihrem Recht kommen, gute Lern- und Lehrbedingungen haben. Sie vereinbarten mit den Lehrpersonen und auch den anderen Eltern, dass bei aufkommenden Fragen oder Problemen sofort gegenseitig Kontakt aufgenommen wird. Auf diese Weise konnte erreicht werden, dass bisher alle Schwierigkeiten fr\u00fchzeitig besprochen und gel\u00f6st werden konnten.<\/p>\n<p>&#8211; Die koordinierende Fachperson des Sonderp\u00e4dagogischen Kompetenzzentrums steht nicht nur f\u00fcr die halbj\u00e4hrlichen Standortbestimmungen zur Verf\u00fcgung, sondern jederzeit &#8211; rasch und niederschwellig, wann immer sie gebraucht wird. Das gibt allen Beteiligten Sicherheit, Gelassenheit und Mut.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gr.ch\/DE\/INSTITUTIONEN\/VERWALTUNG\/EKUD\/AVS\/PROJEKTE\/Seiten\/Integration.aspx\">\u00dcber diesen Link<\/a> lassen sich die aktuellen \u00abRichtlinien zur Umsetzung der integrativen Sonderschulung im Kanton Graub\u00fcnden (Januar 2010)\u00bb und weitere Informationen zur schulischen Integration im Kanton Graub\u00fcnden herunterladen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung in den Kindergarten ist in der Schweiz bereits relativ h\u00e4ufig anzutreffen. Oft erfolgt ein Wechsel in eine heilp\u00e4dagogische Schule vor dem Eintritt in die Primarschule oder im Laufe der ersten drei Primarschulklassen. Das kann im Einzelfall eine sinnvolle und stimmige L\u00f6sung sein \u2013 es gibt aber auch &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/?p=392\" class=\"more-link\">Continue reading &lsquo;Ein Sch\u00fcler mit Down-Syndrom in einer vierten Regelklasse \u2013 kann das gut gehen?&rsquo; &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,11],"tags":[96,95,14],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/392"}],"collection":[{"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=392"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/392\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":464,"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/392\/revisions\/464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/peterlienhard.ch\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}